GrimbartTV hat ein neues Logo

Moin! Nach einiger Zeit haben wir ein neues Logo entwickelt und hoffen es gefällt euch!
Falls ja, könnt ihr jetzt auch GrimbartTV anziehen:

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GrimbartTV bei Spreadshirt

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Vergleich der Bildqualität von Nachtsichttechnik

Moin! Nach unserem langen Video über Nachtsichttechnik und was wo unter welchen Umständen in Deutschland erlaubt ist, kommt hier ein Beitrag der sich auf die Bildqualität konzentriert.

Da das Thema Nachtsichttechnik in Deutschland noch immer recht undurchsichtig ist, und weil es gleichzeitig eine Vielzahl verschiedener Händler und Hersteller gibt, haben wir mal drei Vorsatzgeräte sowie ein Monokular (z.B. für die Verwendung an einer Kopfhalterung) genommen, um zu zeigen ie das so aussieht, wenn man durchschaut.

Die Vorsatzgeräte repräsentieren drei Preisklassen:

  • Pulsar FN155, ein günstiges Digitalgerät
  • Dipol DN 37 Pro, ein Mittelklassegerät mit russischer Bildverstärkerröhre
  • Dipol DN 34 Ultra, ein schon recht teures Gerät mit Photonisröhre

Außerdem zeigen wir euch noch Bilder die durch ein NV-Monokular (Nightlux NV PVS Mono Ultra, mit Photonisröhre) entstanden sind. Mit dieser Technik schaut man hinten durch die Optik und kann den vollen Vergrößerungsbereich nutzen. Ob Vorsatzgerät oder Monokular, hängt ab von den Ansprüchen, der Verwendung und natürlich der Gesetzeslage. Macht euch bitte euer eigenes Bild!

Die vorgestellten Geräte stehen exemplarisch für die verschiedenen Preis- und Röhrenklassen. Wir geben explizit kein Urteil darüber ab, welches Gerät oder welcher Hersteller am besten ist. Das können wir nicht, da wir nur diese Geräte hatten. Aber wir hoffen natürlich, dass der Beitrag euch hilft einen Eindruck zu bekommen und Licht ins Dunkel zu bringen.

Egal, ob man für oder gegen die Nutzung dieser Technik bei der Jagd ist, ein Bild kann sich nur machen, der sich damit auseinandergesetzt hat. Und soviel sei gesagt: Ablehnung mit dem unreflektierten Verweis auf Tradition und Waidgerechtigkeit greift zu kurz, denn es ist nie die Technik sondern der Anwender der Übles macht. Als zuverlässige und gut ausgebildete Jäger mit dem Herz am rechten Fleck sollten wir damit umgehen können.

Horrido!

Erläuterungen zur Nachtsichttechnik

Nachtsichttechnik ist ein heiß diskutiertes Thema in der Jägerschaft und in der Politik. Die einen sehen Tradition und Waidgerechtigkeit bedroht. Die anderen führen gerade die Waidgerechtigkeit als Hauptgrund an, denn sonst sei bei schlechtem Licht kein sauberer Schuss anzutragen bzw. nicht sauber anzusprechen.

Es geht also um die Deutung und Anwendung einer technischen Innovation im jagdeichen Bereich. Diese Herausforderung sieht sich die Jägerschaft gelegentlich gegenüber, und regelmäßig ist der Widerstand groß. Aber mal im Ernst, wir jagen nicht mehr mit Fallgruben, Speeren und dergleichen – und zwar aus gutem Grund: wir wollen ein hochwertiges Lebensmittel erlangen ohne unnötiges Leid zuzufügen. Gleichzeitig wollen wir das mit möglichst wenig Beunruhigung der Natur erreichen. Ganz nebenbei wollen wir auch stets das Risiko minimieren Sach- und Personenschaden zu verursachen.

Es erscheint also durchaus sinnvoll den Jäger zu befähigen bei Dunkelheit zu sehen – denn nur dann kann er Schwarzwild bejagen. Und das muss sein, denn wir leben in einer Kulturlandschaft, geprägt von intensivster Landwirtschaft, in der das Wild kaum noch echte Notzeiten erlebt. Kulturfolger wie das Schwarzwild profitiert davon. Die Bestände explodieren förmlich. D. h. der Wildschadensdruck auf die Jäger wächst und kann Existenzen betrogen. Außerdem lauert die ASP und versetzt Politik und Schweinemastindustrie in Angst und schrecken. Die Jäger als (neuentdeckte) Problemlöser sollen es richten. Aber wie bei nachtaktivem Wild? Und bei aller Einsicht, dass etwas passieren muss, die Jäger sind auch immer Anwalt des Wildes! Das bedeutet es kann und darf nicht um die Vernichtung ganzer Bestände gehen- wir sind keine Schädlingsbekämpfer.

Vor diesem Hintergrund ist GrimbartTV nach Bayern aufgebrochen und hat mit einem Fachmann gesprochen, um herauszufinden, was in Deutschland bereits wo erlaubt ist, welche technischen Dinge man bedenken muss, und was man von den verschiednen Lösungen erwarten darf.

Denn wie auch immer die Diskussion ausgeht, Fakten helfen bei der Meinungsfindung.